K├Ârperhaltungen


Die aufrechte Haltung war entwicklungsgeschichtlich überlebensnotwendig, ist aber sehr energieaufwändig. Nach dem „Prinzip der energetischen Zweckmäßigkeit“ muss die Haltung mit einem Minimum an Haltearbeit der Muskulatur gesichert werden. Die Balance über der kleinen trapezförmigen Unterstützungsfläche der Füße ist am effektivsten, wenn ein vom äußeren Gehörgang gefälltes zentrales Lot durch die 3 Umschlagstellen der Wirbelsäulenkrümmungen, Hüft-, Knie- und unteres Sprunggelenk verläuft („Normal-Haltung“). Ein dicker Bauch (Last vor der „Schwerlinie“ nach Mayr) erzwingt demzufolge eine Gegenschwingung der oberen Brustwirbelsäule als statischen Ausgleich („Hochrückigkeit“) und ein starkes Hohlkreuz („Großtrommelträgerhaltung“). Weitere typische Haltungsformen: „Habtacht“-, „Enten“-, „Anlauf“-, „lässige“ und „Sämanns“-Haltung.